Auf Reisen gut versichert

Berge und Meer, Land und Leute, Pizza und Porridge. Im Urlaub kann man viel erleben, es kann aber auch eine Menge schiefgehen: Das Auto hat eine Panne, der Unfallgegner macht Stress, das Gepäck wird gestohlen. Dagegen kann man sich versichern. Doch nicht jede Police macht Sinn. Andere hingegen sind Pflicht.

Kfz-Haftpflichtversicherung: Ohne sie wird kein Fahrzeug zugelassen. Die Pflichtversicherung zahlt Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die Fahrer mit ihrem Auto anderen zufügen. Für die eigenen Schäden kommt die Haftpflicht nicht auf. Empfohlene Deckungssumme: 100 Millionen Euro.

Kaskoversicherung: 85 Prozent der deutschen Autofahrer haben sie nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Teil- und Vollkasko regulieren  Schäden am eigenen Fahrzeug: bei Diebstahl, Glasbruch, Kollision mit Haarwild oder Naturgewalten. Die Vollkasko übernimmt darüber hinaus die Kosten für selbst verschuldete Unfälle und Vandalismus.

Auslandsschaden-Schutz: Wer im Ausland unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird, bekommt häufig nicht denselben Schadenersatz wie hierzulande. Hintergrund: In vielen Ländern sind die Deckungssummen niedriger und die Ersatzleistungen geringer als in Deutschland. Dieses Finanzierungsrisiko übernimmt der Auslandsschaden-Schutz.

Auslandskrankenversicherung: Braucht man nicht, meinen viele. Stimmt nicht ganz. Fakt ist: Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen ambulante und stationäre Behandlungen in der EU und in Ländern, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen hat.

Das allerdings nur bis zu einer bestimmten Höhe und auch nicht für Rechnungen in Privatkliniken und bei Privatärzten. Ein eventueller Krankenrücktransport ist ebenso nicht versichert. Wer auf diese Leistungen nicht verzichten will und generell in Länder außerhalb Europas reist, ist deshalb mit einer Auslandskrankenversicherung gut beraten.

„Mallorca-Police“: Viele Urlaubsträume in Europa lassen sich bequem nur mit dem Flieger erreichen. Der Mietwagen bringt Urlauber dann weiter. Was einige Fahrer nicht wissen: Die Mindestversicherungssummen in der Haftpflicht sind im Ausland oft viel niedriger als zuhause. Die sogenannte „Mallorca-Police“ schließt diese Lücke. 

Schutzbrief: Er sorgt bei Unfällen und Pannen für unbürokratische und finanzielle Hilfe. Die Servicezentralen in Deutschland organisieren Pannenhilfe, Mietwagen, Hotelübernachtungen oder Reiserücktransport. Anbieter sind Kfz-Versicherer und Automobilklubs.

Mobilitätsgarantie:  Neuwagenbesitzer können sich in der Regel in den ersten Jahren über einen kostenlosen Pannen- und Abschleppdienst freuen. Übernommen werden außerdem die Kosten für Weiterreise mit dem Mietwagen, fürs Hotel und die Heimreise. Bedingung: Das Auto wurde regelmäßig zur Inspektionen bei den Servicepartnern gefahren.

Verkehrsrechtsschutz: Falscher Bußgeldbescheid, Zoff mit dem Unfallgegner – Streitigkeiten landen oft schneller vor Gericht, als man denkt. Die Verkehrsrechtsschutz-Versicherung übernimmt das finanzielle Risiko und den juristischen Beistand. Gezahlt werden außerdem die Gutachter-Kosten.

Reisegepäckversicherung: Die können sich alle sparen, die den Schutz schon mit der Hausratversicherung abgeschlossen haben. Er gilt in der Regel weltweit und schützt die persönlichen Gegenstände am Urlaubsort. Vorausgesetzt, die Autofahrer haben nicht grob fahrlässig gehandelt und zum Beispiel Wertsachen auf der Rückbank offen sichtbar liegengelassen. Auch hier gilt das Kleingedruckte.

Berge und Meer, Land und Leute, Pizza und Porridge. Im Urlaub kann man viel erleben, es kann aber auch eine Menge schiefgehen: Das Auto hat eine Panne, der Unfallgegner macht Stress, das Gepäck wird gestohlen. Dagegen kann man sich versichern. Doch nicht jede Police macht Sinn. Andere hingegen sind Pflicht.